Eine depotführende Stelle ist das Kreditinstitut oder der Wertpapierdienstleister, bei dem ein Wertpapierdepot geführt wird. Dort werden die Wertpapiere eines Anlegers verwahrt und die damit verbundenen Transaktionen abgewickelt.
# Aufgaben der depotführenden Stelle
# Bedeutung im österreichischen Steuerrecht
Der Begriff ist insbesondere bei der KESt-Besteuerung von Kapitalvermögen relevant. Bei einer inländischen depotführenden Stelle erfolgt die KESt-Abfuhr grundsätzlich automatisch (§§ 93 ff EStG).
Beispiel:
Bei einem ausländischen Depot (z. B. bei einem ausländischen Broker ohne österreichischen Steuerabzug) muss der Anleger die Einkünfte regelmäßig selbst in der Einkommensteuererklärung erklären.
Im Zusammenhang mit dem Gewinnfreibetrag durch Wertpapiere (§ 10 EStG) oder der Mindestbesteuerung von Investmentfonds ist ebenfalls entscheidend, welche Stelle das Depot führt und entsprechende Nachweise ausstellt.