Revolution in der Arbeitszeit: Vier-Tage-Woche für ÖGK-Ärzte in der Steiermark
Die Einführung der Vier-Tage-Woche soll das Leben der niedergelassenen ÖGK-Vertragsärzte in der Steiermark erleichtern und gleichzeitig die Versorgung der Bevölkerung verbessern. Es steht nun fest: Die Vier-Tage-Woche für diese Ärzte wird ab Januar 2024 eingeführt, jedoch nur für diejenigen, die sich dafür entscheiden und die Zustimmung ihrer Kollegen in der Versorgungsregion erhalten.
# Voraussetzungen
Damit die 4-Tage-Woche gemäß dieser Vereinbarung gewährt werden kann, müssen folgende Kriterien erfüllt werden:
- Die Öffnungszeiten der Praxis müssen an 4 Werktagen mindestens 23 Stunden betragen.
- Davon sollen mindestens 2 Nachmittage bis 18:30 Uhr umfasst sein
- Wenn Samstagsordinationen für mindestens 4 Stunden geplant sind, kann eine Nachmittagsordination auf 15:30 Uhr reduziert werden.
# Vorteile
Die Verringerung der Praxisöffnungstage erleichtert jungen Ärzten beispielsweise die Organisation der Kinderbetreuung. Gleichzeitig eröffnet sich für erfahrene Ärzte durch diese Möglichkeit eine gesteigerte Lebensqualität. In den Versorgungsregionen profitieren die Ärzte von einem flexiblen Konzept, das vorsieht, dass die ÖGK-Ärzte an bestimmten Tagen abwechselnd ihre Praxen offenhalten können.
# Umsetzung
In einer Versorgungsregion, beispielsweise einem Dienstsprengel für Allgemeinmediziner oder einem Bezirk für Fachärzte, gibt es sechs ÖGK-Ärzte für Allgemeinmedizin. Vier von ihnen nehmen aktiv an der Vier-Tage-Woche teil, während die anderen zwei ihre Praxen weiterhin an fünf Tagen geöffnet haben, wie es im Kassenvertrag vorgesehen ist. Die Ärzte, welche die Einführung einer Vier-Tage-Woche anstreben, arbeiten gemeinsam an einem regionalen Versorgungskonzept, das auch eine ärztliche Betreuung bis 18:30 Uhr anbietet.
# Zeiten
Die Mindestöffnungszeit der Praxen beträgt 23 Stunden an vier Tagen anstelle von 20 Stunden an fünf Tagen, um die Ärzte zu entlasten. Die tatsächliche Arbeitszeit darf sich durch die Reduzierung der Arbeitstage nicht verringern, und die Versorgungsleistungen müssen auf gleichem Niveau bleiben.
# Fazit
Falls sich herausstellt, dass die Vier-Tage-Woche nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt, besteht die Möglichkeit für die Kassenärztin oder den Kassenarzt, bis zum Monatsende eine Rückkehr zur herkömmlichen Fünf-Tage-Woche zu beantragen.
# Evaluation
Das Projekt ist vorerst auf fünf Jahre begrenzt und endet im Dezember 2028. Die Ärztekammer Steiermark und die ÖGK werden die Auswirkungen der Vier-Tage-Woche während der Laufzeit überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen, um die Qualität, den Umfang und die Kontinuität der ärztlichen Versorgung sicherzustellen.
# Wir unterstützen Sie gerne
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