Bestellbetrug: Warnzeichen und Hilfestellungen
Bestellbetrug, ein Thema, über das geschädigte Unternehmen nicht gerne sprechen, gleichzeitig ist es weltweit im Steigen.
Gehackte EDV-Systeme langjähriger Businesskunden und Annahme deren Identität ist der Start der Misere.
Der Trick wird in Fachkreisen als „Fake Buyer Fraud“ bezeichnet und tritt auch in Österreich vermehrt auf.
Wir haben für Sie die wichtigsten Hinweise zusammengefasst.
# „Fake Buyer Fraud“ – was ist das bitte schön?
Bestellbetrug - Zur deutlichen Veranschaulichung:
Ein österreichischer Gemüseexporteur, dessen LKW laufend vor dem Geschäft eines italienischen Händlers vorfährt, wird von Betrügern beobachtet.
Diese finden heraus, welches Gemüse der wahre Händler normalerweise bestellt, und geben in dessen Namen bei den Österreichern eine Bestellung auf.
Achtung: Sie lassen die auf Ziel gekaufte Ware jedoch in ein anderes Lager liefern. Dort wird sie zwar übernommen, aber niemals bezahlt. # Warnsignale erkennen und darauf richtig reagieren
Fehler in E-Mail-Anfragen: Die Rechtschreibung der Betrüger wird immer besser jedoch kann das Wording vom gewohnten Stil abweichen.
Buchstaben prüfen: Eine Anfrage von max.musterman@firma.at anstatt wie
üblich von max.mustermann@firma.at zu senden, ist eine bekannte Vorgehensweise.
Abweichender Firmensitz: Weicht der Sitz des Kunden von der Lieferadresse ab, kann ein Blick in einen Onlinekartendienst bzw. in Street View Aufschluss geben.
Mitarbeiter sensibilisieren: Langjährige Geschäftsbeziehungen sind besonders anfällig für Fake Orders, da Betrüger bevorzugt die Identität von Bestandskunden annehmen.
Im Zweifel rückfragen: Keinesfalls die im E-Mail angegebene Telefonnummer verwenden. Rufen Sie den Kunden direkt an.
Änderung der Daten: Jede Mitteilung des Kunden, dass es eine Änderung seiner Adresse, Telefonnummer, Kontoverbindung oder Lieferadresse gibt, ist als verdächtig anzusehen und zu überprüfen.
Prüfungsregeln festlegen: Deren Einhaltung sollte von jedem Mitarbeiter dokumentiert werden. # Hinweis
Diese Schäden werden von den herkömmlicher Warenkreditversicherungen nicht gedeckt, auch wenn für den vermeintlichen Kunden eine Versicherungssumme bereitgestellt wurde.
Was tun? Aufgrund des gehäuften Auftretens bieten manche Versicherungen bereits Ergänzungen zu bestehenden Polizzen an.
Euer Fidas TeamBildrechte: https://unsplash.com/de/fotos/BCvjjPU5RG4 Fotograf: Markus Winkler