Unternehmen in Krisenzeiten leiten

Im Kern der unternehmerischen Krisenbewältigung stehen die Fähigkeiten zur Reflexion, zur rechtzeitigen Chancenerkennung hinsichtlich neuer Entwicklungen und schließlich zur zügigen Entscheidungsfindung. In diesem Zusammenhang stellt sich der Unternehmensführung eine Reihe fundamentaler Fragen: Nutzen wir als Unternehmen die derzeitige Lage für die Neugestaltung unseres Geschäftsmodells? Sind wir den Entwicklungen vielleicht sogar voraus? Wovon rücken wir ab, weil es sich überholt hat? In Zeiten stabiler Verhältnisse kann der Erfolg der Vergangenheit in der Zukunft fortgeschrieben werden; in Krisensituationen wird dies höchstwahrscheinlich nicht mehr funktionieren. Die aktuelle volkswirtschaftliche Situation stellt Arbeitgeber, Mitarbeiter und Politiker teilweise vor neuartige Herausforderungen. Unabhängig davon, ob externe Ursachen oder unternehmensinterne Faktoren dazu geführt haben, können herausfordernde Phasen sogar zu einem konstruktiven Wandel in der aktuellen Unternehmenskultur führen. Um folglich gestärkt aus schwierigen Zeiten hervorzugehen, ist es notwendig zu ermitteln, in welchem Ausmaß sich diese negativ oder sogar positiv auf die Unternehmenskultur auswirken können.

Krisen nutzen

Kompetente Führung inkludiert die Wahrnehmung von Herausforderungen als Startpunkt für die Gestaltung der Zukunft. Orientierung geben und Chancen entwickeln: In unruhigen Zeiten zeigt sich, welche Unternehmen in schwierigen Gewässern kompetent navigiert werden. Kurzfristig geht es im Rahmen operativer Sofortmaßnahmen um die Anpassung von Ressourcen, Sicherstellung von Liquidität, Organisation des Tagesgeschäfts unter erschwerten – vielleicht sogar schwersten – Bedingungen. Gleichzeitig sollte auch ein Szenario für die Zukunft entwickelt werden: Zukunftsträchtige Themen- und Betätigungsfelder müssen identifiziert und daraus resultierende Strategien nach der kritischen Zeit in Angriff genommen werden. Natürlich sollten Schwierigkeiten innerhalb eines Unternehmens von allen Seiten stets offen angesprochen und diskutiert werden. Auch weil viele Menschen in instabilen und unsicheren Zeiten teilweise massive psychische Belastungen erleben, die zuvor kein Thema waren. Aber genau das ist der Punkt: Man kann Krisen als reine Katastrophe wahrnehmen oder als „Katastrophe verbunden mit Chancen“. Gegenstand einer Chancenagenda kann das ganze Unternehmen sein, aber auch einzelne Geschäftsfelder, Kundensegmente, Produktgruppen, Regionen, Funktionen etc. Es gibt derzeit viele volkswirtschaftliche Unsicherheiten, aber: Nach der Krise steht höchstwahrscheinlich Wachstum bevor – insbesondere für rechtzeitig agierende, vorausschauende, innovative Unternehmen. Nutzen Sie die Krise daher als potenzielle Chancenerkennung! Ihre Fidas-Berater stehen Ihnen gerne beratend zur Seite.