Recruiting-Trends – die neuesten Entwicklungen in der Talentgewinnung

Das Jahr 2023 markiert einen entscheidenden Wendepunkt für das Recruiting. Technologische Innovationen, gesellschaftliche Veränderungen und sich wandelnde Bewerber­ansprüche haben die Art, wie Unternehmen Talente finden und einstellen, nachhaltig verändert. Wir haben uns für Sie die neuen Herausforderungen etwas genauer angesehen.

  1. Künstliche Intelligenz (KI) und Automatisierung

Diese Werkzeuge erleichtern die Suche nach Bewerbern, indem sie automatisiert Lebensläufe analysieren oder Bewerberprofile mit Stellenanforderungen abgleichen, um die besten Kandidaten herauszufiltern. Auch sogenannte Chatbots kommen vermehrt zum Einsatz. Diese beschleunigen den Bewerbungsprozess, indem sie Bewerberfragen beantworten und Informationen zu offenen Stellen liefern. Vor allem die Generation Z zeigt Interesse an einer solchen interaktiven Kommunikation über Chatbots, um rasch Einblicke in Stellenangebote und den Bewerbungsprozess zu gewinnen. Das spart Zeit und optimiert den Einstellungsprozess.

  1. Personalisierte Ansprache

Der „One Size Fits All“-Ansatz im Recruiting gehört der Vergangenheit an. Bewerber erwarten zunehmend eine personalisierte Ansprache durch die Unternehmen. Individuelle Empfehlungen für offene Stellen und maßgeschneiderte Informationen über Unternehmenskultur und -werte stärken das Interesse potenzieller Kandidaten und ermöglichen von Anfang an eine tiefere Bindung.

  1. Diversity und Inklusion

Die Bedeutung von Vielfalt und Inklusion im Arbeitsumfeld ist weiter gestiegen. Unternehmen setzen heute auf diverse Teams, da unterschiedliche soziale Hintergründe und Perspektiven die Kreativität und Innovation fördern. Dies spiegelt sich nicht nur in den Stellenausschreibungen wider, sondern auch in den Auswahlprozessen und der Förderung von Vielfalt in der gesamten Organisation.

  1. Sellcruiting

Statt lediglich Stellen anzubieten, geht der Trend im Jahr 2023 hin zum „Sellcruiting“. In dem Fall werden potenzielle Talente gezielt über die Vorzüge einer Karriere im Unternehmen informiert, wodurch der Job gewissermaßen „verkauft“ wird. Sellcruiting kombiniert Rekrutierung mit Verkauf, und so werden Recruiter zu Verkäufern des Arbeitsplatzes. Um erfolgreich Sellcruiting zu betreiben, ist es zunächst essenziell, die Zielgruppe zu verstehen, um passende Jobangebote unterbreiten zu können. Recruiter müssen sich daher fragen: Wen möchten wir ansprechen? Was zieht die Talente von morgen an? Welche Werte und Bedingungen sind den Bewerbern im Job und im Unternehmen wichtig?

  1. Skill-basiertes Recruiting

Spezifische Fähigkeiten und Kompetenzen gewinnen gegenüber traditionellen Bildungswegen an Bedeutung. Arbeitgeber rücken von starren Anforderungsprofilen ab und bewerten Bewerber vermehrt anhand ihrer Fähigkeiten und praktischen Erfahrungen.

  1. Flexibilität und Homeoffice

Die Erfahrungen durch die Pandemie haben gezeigt, dass Homeoffice und Flexibilität für viele Arbeitnehmer attraktive Optionen sind. Unternehmen passen daher ihre Recruiting-Strategien an, um Talente anzuziehen und den Anforderungen einer dezentralen Belegschaft gerecht zu werden. Virtuelle Onboarding-Prozesse, klare Kommunikation über (Remote-)Arbeitsrichtlinien und die Betonung einer ausgewogenen Work-Life-Balance sind Schlüsselaspekte, um Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden.

  1. Social Media Recruiting

Da immer mehr Interessierte über Smartphone oder Tablet nach einem Job suchen, zeigt sich ein Recruiting-Trend hin zur mobilen Bewerbung. Aus dem Grund gilt es, den Bewerbungsprozess einfach zu gestalten. Mittels Social Connect können Bewerber ihre persönlichen Kontakt- und Lebenslaufdaten von Xing oder LinkedIn freigeben und müssen somit keine Formulare mehr ausfüllen oder Dokumente hochladen. Empfehlenswert für Unternehmen sind außerdem für Mobilgeräte optimierte Kurzformulare auf der Job-Website.

  1. Employer Branding

Positionieren Sie sich als attraktiver Arbeitgeber in einer Branche oder an einem Standort. Holen Sie Ihre Mitarbeiter vor den Vorhang. Zufriedene und begeisterte Mitarbeiter sind die besten (und glaubwürdigsten) Unternehmensbotschafter. Durch das Teilen von Erfahrungen und Situationen mittels Fotos und Videos aus dem Arbeitsalltag gewähren sie unverstellte Einblicke ins Unternehmen. Bonus: Auf diese Weise wird die Sichtbarkeit Ihres Unternehmens in den sozialen Medien verbessert.

  1. Nachhaltigkeit und soziales Engagement

Bewerber zeigen verstärktes Interesse an den sozialen und ökologischen Bemühungen seitens Unternehmen. Arbeitgeber, die ihre Nachhaltigkeits- initiativen und sozialen Verantwortlichkeiten betonen, ziehen Kandidaten an, die nicht nur an der Arbeit, sondern auch an der Mission und den Werten des Unternehmens interessiert sind. Dies kann zu einer festeren Mitarbeiterbindung und einem positiven Unternehmensimage führen.

  1. Transparenz im Auswahlprozess

Transparenz ist der Schlüssel zur Schaffung von Vertrauen zwischen Arbeitgebern und Bewerbern. Unternehmen setzen verstärkt auf klare Kommunikation während des Auswahlprozesses. Automatisierte Benachrichtigungen über den Bewerbungsstatus, offene Kommunikation hinsichtlich des Zeitplans für das Auswahlverfahren sowie konstruktives Feedback stärken das Vertrauen der Bewerber und machen die Bewerbungserfahrung attraktiver. Insgesamt prägen diese zehn Trends die Recruiting-Landschaft von heute. Unternehmen, die sich anpassen und diese Trends geschickt in ihre Recruiting-Strategien integrieren, sind in der Lage, qualifizierte Talente auf sich aufmerksam zu machen, zu binden und langfristig den Erfolg zu steigern. Die Kombination von Technologie, Personalisierung und sozialer Verantwortung wird die Zukunft des Recruitings maßgeblich gestalten.

Ihr Fidas Team