- Vorwarn-Stufe: Identität
Die Strategie eines Klein- und Mittelunternehmens hängt letzten Endes von der Persönlichkeit des Unternehmers ab. Ein Unternehmer, der in den nächsten fünf Jahren doppelt so groß werden will, wird andere Strategien einschlagen, als ein Unternehmer, der innerhalb des nächsten Jahres das Unternehmen verkaufen will. Somit sind Strategien für ein Unternehmen vorderhand weder richtig noch falsch, sondern ausschließlich von der Identität des Unternehmers geprägt. Die Unternehmerpersönlichkeit gibt die gesamte Identität und Kultur des Unternehmens vor. Man sagt nicht umsonst: „Jeder Unternehmer verdient seine Mitarbeiter.“ Passen die Managementfähigkeiten des Unternehmers nicht mehr zu seinen Zielen, dann tritt eine Identitätskrise ein. Geschäftsmodelle, die der Identität des Unternehmers entsprochen haben und deshalb erfolgreich waren, werden in die Krise gestürzt, wenn sich der Markt dermaßen ändert, dass die Identität einfach nicht mehr dazu passt. Umgekehrt können sich auch persönliche Ziele des Unternehmers verändern. Ein ausgebrannter Unternehmer hat auch bald ein ausgebranntes Unternehmen. Änderungen auf der sechsten Stufe einzuleiten sind daher am schwierigsten.
- Vorwarn-Stufe: Strategie
Die Ursache in einer falschen Positionierung liegt oft darin, dass mittel- und langfristig die falschen Kompetenzen aufgebaut wurden. Ein Unternehmen muss sich strategisch auf sein Umfeld und den Mitbewerb einstellen können, die sich stets ändernden Problemstellungen und Anforderungen der Kunden automatisch erkennen und lösen können und innerbetrieblich in der Lage sein zur richtigen Zeit die geeigneten Lösungen prozesstechnisch zu entwickeln.
Tipp: Bauen Sie Systeme auf, die es bewerkstelligen, dass Sie die Veränderungen in den Bedürfnissen Ihrer Kunden rechtzeitig erkennen (z.B. mittels Fokusgruppen oder Lead User Management).- Vorwarn-Stufe: Positionierung
Das mangelnde Ergebnis kann aber auch daher rühren, dass die Kombination von Unternehmenskompetenzen, wie beispielsweise Produktivität, Innovationsfähigkeit, verkäuferisches Talent und Führungsfähigkeiten, im harten Mitbewerb nicht bestehen können. Wenn sich das Unternehmen mit den falschen Produkten auf den falschen Märkten befindet, hilft es auch nicht Vermögen bestens einzusetzen als auch die Aufträge korrekt zu kalkulieren – der Betrieb wird kein Geschäft machen.
- Vorwarn-Stufe: Vermögenskrisen
Der mangelnde Gewinn entsteht dadurch, dass Vermögenswerte unwirtschaftlich eingesetzt werden (z.B. aufgrund mangelnder Auslastung von Maschinen und daher geringer Fixkostenabdeckung), so wird es schon eine Spur schwieriger, diesen Krisengrund zu beseitigen. Maschinen und Anlagen lassen sich nicht geteilt veräußern. Darüber hinaus gilt es zu beachten, dass der Eintritt in die buchmäßige Überschuldung eine Insolvenz-Warnstufe entwickeln kann.
- Vorwarn-Stufe: Ertragskrise
Die Ursache der Liquiditätskrise liegt jedoch vorab sehr oft im fehlenden Ertrag. Aufträge werden nicht ausreichend kostendeckend kalkuliert. Liegt der Krisengrund nur in einem falschen Kalkulationsansatz, so ist auch diese Krise leicht zu beheben.
- Insolvenzwarn-Stufe: Liquiditätskrise
Wenn einem Unternehmen die Liquidität ausgeht, so befindet sich dieses bereits auf der Insolvenzwarnstufe. Die Dringlichkeit etwas zu unternehmen ist auf dieser Stufe am höchsten, da unmittelbar der Bestand des Unternehmens gefährdet ist. Der guten Ordnung halber wird nochmal festgehalten, dass auch der Eintritt in die buchmäßige Überschuldung eine Insolvenz-Warnstufe entwickeln kann!
Kurzresümee/Tipp: Prüfen Sie auf welcher ursächlichen Stufe Krisen in Ihrem Unternehmen entstehen könnten. Genau dort ist anzusetzen. Krisengefahren, die ursächlich auf tieferen Stufen gegeben sind, sind leichter zu vermeiden. Gerne steht Ihr Fidas-Berater zu Ihrer Verfügung!