Finanzkrise – 10 Tipps in schwierigen Zeiten

Die Finanzkrise und ihre Auswirkungen sind derzeit in aller Munde. Täglich erreichen uns neue Meldungen über Liquiditätsengpässe, Jobabbau, Kurzarbeit sowie Werksschließungen in internationalen Konzernen. Doch nicht nur diese Großunternehmen sondern auch klein- und mittelständische Unternehmen spüren die Auswirkungen der Finanzkrise.

Folgende 10 Tipps sollen Sie dabei unterstützen, konkrete Ansatzpunkte zu finden, um die Umsatz- und Ertragsfähigkeit des eigenen Unternehmens zu sichern sowie Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Gerade in schwierigen Zeiten sind Sie gefordert zu handeln, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen:

  1. Analyse des Sach- und sonstigen Aufwands
    Analysieren Sie kritisch Ihre einzelnen Aufwandspositionen. Höchstwahrscheinlich stoßen Sie dabei auf kaum mehr genutzte Mobilfunkverträge, nicht mehr benötigte Zeitschriften-Abonnements, veraltete Lizenzen und Patente, etc.
  2. Vermietung oder Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Vermögen
    Das gleiche gilt für ungenutzte Grundstücke, Produktionsmaschinen, Lagerflächen,... Verkaufen
    oder vermieten sie diese, um zusätzliche Liquidität zu gewinnen.
  3. Factoring
    Als Alternative zur derzeit zurückhaltenden Kreditvergabe tritt Factoring verstärkt in den Fokus vieler Unternehmen. Durch den Verkauf bestehender Forderungen an eine Factoring-Gesellschaft können Sie gegen eine Gebühr die Liquidität in Ihrem Unternehmen verbessern.
  4. Sale-and-lease-back
    Auch das Sale-and-lease-back-Verfahren eröffnet neue Spielräume, um Liquiditätsengpässe zu überwinden. Bei diesem Finanzinstrument verkaufen Sie Anlagen oder Maschinen, leasen bzw. mieten diese aber gleichzeitig wieder zurück.
  5. Neuverhandlungen von Lieferanten- und Zulieferverträgen
    In Zeiten geringer Nachfrage sollten Sie die Chance ergreifen, neue Vereinbarungen mit Ihren Lieferanten zu treffen (z.B. längere Zahlungsfristen, niedrigere Einkaufspreise, etc.).
  6. Effektives Forderungsmanagement
    So wie Sie Ihren Sach- und sonstigen Aufwand analysieren, empfiehlt es sich, auch die Offene-Posten-Liste Ihrer Kunden genau unter die Lupe zu nehmen. Denn die derzeitige Konjunkturlage kann die mangelnde Zahlungsmoral von Kunden nochmals verschlechtern. Gleichzeitig bietet sich eine gute Gelegenheit, das bestehende Forderungsmanagement zu überprüfen und zu verbessern.
  7. Bonitätsprüfung der Kunden
    Die Frage nach der Bonität der Kunden stellt sich jetzt mehr denn je. Um sich vor Zahlungsausfällen zu schützen, empfehlen wir Ihnen, zukünftige Kunden genauer unter die Lupe zu nehmen.
  8. Auf Kooperationen setzen
    Gute und nachhaltige Kooperationen bewähren sich doppelt. Sie ermöglichen Ihnen, neue Umsätze zu generieren (z.B. durch die Erschließung neuer Geschäftsfelder oder die Erweiterung Ihres Angebots) - gleichzeitig profitieren Sie von den daraus resultierenden Synergieeffekten.
  9. Einsparungen beim Personal
    Der Abbau von Personal ist kein Allheilmittel, denn schließlich haben Sie in Ihre Mitarbeiter viel Zeit und Geld investiert. Trotzdem sollten Sie analysieren, ob es in Ihrem Unternehmen vielleicht Bereiche gibt, in denen die Anzahl der Mitarbeiter nicht mehr dem Umfang der Aufgaben entspricht. Doch Vorsicht vor unüberlegten Kündigungswellen: Der nächste Aufschwung kommt bestimmt - und wenn Ihnen qualifizierte Mitarbeiter fehlen, werden Sie das Nachsehen haben.
  10. Überfüllte Lager
    Nicht nur die Personalressourcen müssen den Auftragsbüchern angepasst werden. Ebenso muss ein Augenmerk auf bestehende Lager und Rohstoffe gelegt werden. Bauen Sie diese ab und reduzieren Sie Ihre Materialeinkäufe. So sparen Sie Geld und können diese Mittel an anderen Stellen zielgerichtet einsetzen.