Bewerberflaute … Und nun?

Der aktuelle Arbeitsmarkt stellt sich für Unternehmen als herausfordernd dar. Doch was können Sie tun, wenn Sie keine oder zu wenige Bewerbungen erhalten? Nutzen Sie die Gelegenheit als Chance, und evaluieren Sie Ihre Arbeitgebermarke. Wir haben vier Tipps, die Ihnen dabei helfen können.

# Tipp 1: Wie gut ist Ihre Arbeitgebermarke?

Evaluieren Sie Ihre Arbeitgebermarke. Wir alle wissen, dass erfolgreiche und attraktive Marken durch einen glaubwürdigen Charakter und ein positives Image hervorstechen. Starke Marken senden eine klare Botschaft und sind für den Kunden ein „Erlebnis“. So weit, so bekannt. Doch wussten Sie, dass Sie auch für Bewerber und Mitarbeiter eine Marke aufbauen müssen? Eine sogenannte „Employer Brand“ nämlich. Diese Arbeitgebermarke muss gepflegt werden, um auf (zukünftige) Mitarbeiter attraktiv zu wirken. Genauso wie eine erfolgreiche Marke für Konsumenten einen USP („Unique Selling Proposition“ = der einzigartige Nutzen) hat, braucht eine Arbeitgebermarke ein Nutzenversprechen für seine Mitarbeiter („Employer Value Proposition“ = EVP). Überlegen Sie sich, ob Sie eine klare Botschaft für Bewerber und Mitarbeiter haben, und ob diese auf all Ihren Recruiting-Kanälen klar kommuniziert wird.

# Tipp 2: Bieten Sie das Richtige?

Überzeugen Sie potenzielle Kandidaten. Sie haben ein Nutzenversprechen definiert, nun sollten Sie sich die Frage stellen, ob Sie überhaupt das Richtige anbieten: Sind Sie mit Ihrem Angebot bzw. Ihrer Arbeitgebermarke attraktiv genug? Was wird aktuell von guten Arbeitgebern erwartet, und welchen dieser Ansprüche können Sie gerecht werden? Auch wenn dies eine höchst strategische Frage ist, sollten Sie sich bewusst Gedanken darüber machen. Bieten Sie Benefits an? Sind diese (noch) gefragt? Wenn ja, kommunizieren Sie diese auch entsprechend, z.B. im Jobinserat? Interessante Benefits können etwa flexible Arbeitszeiten, hybride Arbeitszeitmodelle, attraktive Zusatzleistungen etc. sein. Oder After-Work-Yoga, Fitness- oder Gesundheitsprogramme, gemeinsame Events für Ihre Mitarbeiter – der Möglichkeiten gibt es viele. Tipp 3: Wie einfach ist Ihr Bewerbungsprozess? Machen Sie es Ihren Bewerbern leicht(er). Oft ist der Grund für fehlende Bewerbungen ein zu komplizierter Bewerbungsprozess. Etwa weil dieser zu lang ist, weil er sich nicht mobil abwickeln lässt oder der Bewerber am Ende vor einem Seitenabbruch steht. Je einfacher, übersichtlicher und reibungsloser Ihr Bewerbungsprozess gestaltet ist, desto besser. Versetzen Sie sich doch einmal in die Position Ihres Bewerbers: Wie sieht Ihre Karriereseite aus? Ist diese mit Fotos und Videos aufgelockert, oder wird man mit vielen langen Texten konfrontiert? Finden potenzielle Bewerber alle Informationen, die sie benötigen? Sind alle notwendigen Kontaktdaten vorhanden? Können sich Interessenten schnell und einfach bewerben? Gerade für Generationen, die mit dem Smartphone aufgewachsen sind, ist eine Bewerbung über mobile Geräte schon fast Usus. Und weiter: Wie sieht es mit Ihrer Reaktionszeit aus? Antworten Sie schnell genug auf Bewerbungen, oder erhalten Interessenten womöglich zu lange keine Rückmeldung?   Tipp 4: Suchen Sie über die richtigen Kanäle? Erreichen Sie potenzielle Mitarbeiter. Sind Sie sich sicher, dass Sie überhaupt auf den richtigen Kanälen nach Ihren Kandidaten suchen? Mögliche Kanäle sind etwa: klassische (Print-)Inserate, TV- oder Radiospots, Jobbörsen, Karrieremessen und -events, Social Media, Karrierenetzwerke, eine spezifische eigene Karriereseite auf der Homepage etc. Und abermals erscheint es sinnvoll, sich vorzustellen, wie zukünftige Mitarbeiter nach einem Job suchen – also auf welchen Kanälen Sie diese erreichen können. Hilfreich kann sein, fiktive Bewerber-Charaktere, sogenannte Bewerber-Personas, zu erstellen: Wie sehen meine idealen Kandidaten aus, und wo bewegen sie sich bzw. welche Interessen haben sie?   Und nicht vergessen: Auch Ihre bestehenden Mitarbeiter können Sie zu „Markenbotschaftern“ machen. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Angestellten begeistert sind und dadurch positiv über Ihr Unternehmen sprechen. Denn auch durch Empfehlungen im Freundes- und Bekanntenkreis kann die eine oder andere Bewerbung zustande kommen.   Ihr Fidas Team